Das Vatertags-Phänomen

Mai 30, 2019 0 Von Mojo

09:15 Uhr. Zeit zum Aufstehen. Heute ist Christi Himmelfahrt oder auch Vatertag, Männertag, Herrentag oder einfach nur frei. An diesem Tag im Jahr, ähnlich wie an Weihnachten, kommt unser Freundeskreis aus den verschiedensten Orten Deutschlands und der Welt zusammen und feiert. Wir feiern uns, dass Zusammensein und das Leben. Es ist immer wieder schön, wie sehr wir uns freuen, uns alle wieder zu sehen. Die Zeiten haben sich allerdings doch etwas verändert. Einige unserer Truppe haben Kinder oder sind beruflich viel unterwegs, man kann sich nicht mehr so oft sehen. Die Leben verändern sich, jeder hat seinen eigenen Rhythmus, seine Familie. wir werden erwachsen irgendwie.

An Vatertag sind wir aber alle wieder ein bisschen mehr Kind. Unsere Truppe gibt es nun schon seit 15 Jahre. Ich bin seit etwa 10 Jahren mit dabei. In dieser Zeit hat sich auch so einiges verändert. Es sind Leute dazu gekommen und andere sind nicht mehr mit dabei. Trotzdem sind wir immer weiter gewachsen. Tradition ist unser Gruppenbild vor dem Start. Wir sind mittlerweile so viele, dass wir sogar mit Weitwinkel nicht mehr alle aufs Bild passen. Dieses Jahr, waren wir allerdings sehr überschaubar. Und wenn ich sage überschaubar, dann waren wir so ca. 15 Personen. Sonst sind wir locker um die 30 Personen.

Auch unser Bollerwagen hat sich über die Jahre zu einem ultimativen Gefährt entwickelt. Angefangen haben wir mit den Standartwagen aus dem Baumarkt. Wir hatten immer so sechs bis sieben Wagen dabei. Mittlerweile haben wir nur noch einen. Unsere Wege die wir früher gegangen sind, waren immer sehr abenteuerreich. Die Wagen haben Achsenbrüche erlitten und Muskelkraft fehlte uns häufig auch um die Wagen anständig zu ziehen. Das muss doch besser gehen dachten wir uns. Wir haben das große Glück, eine Tischler und viele Handwerklich geschickte und Technisch versierte Männer in unserer Gruppe zu haben. Nach wirklich jahrelanger Entwicklung ist unser jetzige Wagen bereits das dritte Jahr in folge unverändert in Betrieb. Er ist so groß, dass das Dach sogar abnehmbar ist um ihn in die Garage zu fahren. Der Wagen hat eine eingebaute Zapfanlage, ein Radio mit Lautsprechern, Staufächer, ein Waschbecken und Glashaken (zum aufhängen unserer Biergläser). Es gibt so viele, bis aufs Detail geplante, entwickelte und gebaute Dinge, die diesen Wagen zu dem bisher besten Bollerwagen machen, den wir je hatten. Und wir haben schon viele gebaut… Wir Mädels übernehmen normalerweise das Dekorieren unseres Gefährtes. Dieser Wagen hat Fotos von all den Jahren Vatertags-Tour von uns. Wir haben auch die eine Freundin in unserer Gruppe, die für Fotos „zuständig“ ist. Ohne ihre ganzen Bilder und die Arbeit die sie sich mit dem Drucken und Sortieren macht, hätten wir diese ganzen Erinnerungen nicht an unserem Bollerwagen kleben.

Nach unserer Tour und dem gemütlichen zusammensitzen sind mein Mann und ich um 17:00 Uhr nach Hause gestiefelt. Ich konnte auch nicht mehr. Dabei habe ich nur 3 Bier getrunken. Also wirklich nicht mal viel. Da es für mich aber morgen wieder zur Arbeit geht, musste ich mich heute zusammennehmen. Wir haben auch tatsächlich sofort ein paar Stunden geschlafen als wir zu Hause rein sind. Das tat gut. Jetzt haben wir es 22:42 Uhr und ich schreibe diesen Beitrag. Mein Kopf brummt noch immer ein bisschen, meine Periodenschmerzen sind heute auch nicht so höflich zu mir und müde bin ich auch. Morgen fange ich auch erst um 09:00 Uhr an. Da bin ich sehr froh drüber. So, ich füttere jetzt noch schnell unsere Tiere und dann lege ich mich ins Nest.

Gute Nacht liebe Leser!