Plötzlich Sommer und das liebe Geld.

Juni 3, 2019 0 Von Mojo

Heute Nacht konnte ich wieder nicht besonders gut schlafen. Es wird warm in Deutschland. Wir hatten die Nacht noch immer um die 27 Grad Celsius, dementsprechend war ich häufiger zwischendurch wach. Um 04:00 Uhr hatte ich das letzte Mal auf mein Handy geguckt.

Auf der Arbeit war es ebenfalls schon sehr heiß, sodass ich echt die ganze Zeit am schwitzen war. Da wir unser Büro direkt unterm Dach, ohne eine Klimaanlage haben, merken wir es schon immer sehr zeitig in den warmen Monaten.

Den Arbeitstag trotzdem ganz gut geschafft. Wir haben noch immer wirklich viel zu tun im Moment, worüber ich sehr dankbar bin. Das sichert meinen Job und mein Einkommen! Auch wenn es mal sehr nervig oder unerträglich stressig ist, so muss man immer noch im Hinterkopf behalten, was man dafür am Ende des Monats auf dem Konto hat. Das Geld fliegt mir ja nun nicht alleine zu. Ich gehe jeden Tag von morgens bis abends arbeiten uns sehe meine Kollegen häufiger als meine Familie.

Und wenn ich Lust habe, dann kaufe ich mir eben auch mal etwas ohne X mal zu überlegen, ob ich mir dann lieber ein Brot weniger kaufe. Auch ich hatte solche Phasen, in denen ich nicht wusste, was ich morgen esse oder wie ich den Rest des Monats über die Runden kommen soll. Ich bin froh und dankbar zugleich, dass diese Zeit vorbei ist und ich sie erleben durfte.

Man weiß einfach zu schätzen was man hat, wenn man nichts hatte. Oder zumindest sehr wenig. Ja, es ist manchmal anstrengend und ja, ich wünsche mir nur allzu oft morgens noch etwas länger liegen bleiben zu können, aber, genau dann weiß ich, hätte ich nicht das Leben was ich führe.

Ich könnte mir überlegen, ob ich dann glücklicher wäre oder was sich verändern würde. Genau jetzt bin ich glücklich. Genau so bin ich glücklich. Auch, wenn andere sagen, dass Geld nicht alles ist, so kann ich nur Zustimmen mit dem Nebensatz, dass Geld aber ganz schön vieles ist. Was würden wir denn machen ohne Geld? In einigen Ländern kann man sich ohne Geld nicht mal versichern!

Ich könnte mir keine Lebensmittel kaufen, keine Hygieneartikel leisten, keine vernünftige Bettwäsche oder überhaupt ein ordentliches, gemütliches Bett, Klamotten, Schuhe, und noch vieles mehr. In dieser Aufzählung habe ich sogar Luxusgüter wie Schminke, Haarfärbemittel, Nagellacke und Co. ausgelassen. Mir geht es wirklich um meine Grundgüter, welche ich zum Leben brauche. Und wenn ich das weiß, kann ich mir überlegen, ob mir das reicht.

Für meine Fälle wollte ich etwas mehr. Wir haben drei Tiere zu Versorgen die eben nicht das billige, krankmachende Futter bekommen sollen und wir haben uns, die ein Auto brauchen, in einem Haus wohnen wollen und gerne etwas mit Freunden unternehmen, diese ebenfalls zu Feierlichkeiten gerne beschenken, zum Sport gehen und an Freizeitaktivitäten teilnehmen. Wir nehmen uns bei unserer ganzen Arbeit allerdings auch gerne mal eine Auszeit. So auch in unserem Urlaub in Schweden.

Wir werden 3 Wochen weg sein. Im Wohnmobil mit Hund! Ich freue mich unfassbar auf diese Zeit. Und auch das hätten wir ohne das tägliche aufstehen und zur Arbeit rennen nicht machen können. Dafür nehme ich das gerne hin! Außerdem weiß man nie, wie das Leben spielt. Vielleicht bin ich doch irgendwann an dem Punkt, dass ich mir meine Arbeitszeit selbst einteilen kann. Oder, ich fange erst mittags an zu arbeiten und kann morgens ausschlafen. Ich werde sehen, wie es kommt aber bis dahin, stehe ich erstmal weiter um diese unchristlichen Zeiten auf. Damit ich das auch morgen früh machen kann, füttere ich jetzt schnell unseren kleinen Piet, mache die Fenster und Türen zu (habe bei den etwas kühleren Temperaturen nach dem Regen einmal alles auf gemacht) und hüpfe ins Bett. Ich bin schon Bett fein und tippe gerade noch die letzten Zeilen. Mittlerweile haben wir es auch 21:26 Uhr. Perfekte Zeit also für mein Nest.

Gute Nacht liebe Leser!